Mediator Persönlichkeit

INFP-A / INFP-T

Gewohnheiten am Arbeitsplatz

Mediatoren stehen am Arbeitsplatz vor der Herausforderung, dass sie ihre Arbeit und ihren Beruf persönlich nehmen. Wenn es sich für Mediatoren nicht lohnt, etwas zu tun, dann lohnt es sich nicht wirklich, es zu tun und dieses Gespür für den moralischen Sinn ihrer Arbeit prägt alles, von ihrer Reaktion auf Autorität bis zu ihrer Art, sie auszudrücken. Obwohl die Art und Weise, wie sich ein Mediator-Persönlichkeitstyp durchsetzt, von der jeweiligen Position abhängt, gibt es ein paar fundamentale Wahrheiten zu dem, was Mediatoren am Arbeitsplatz suchen: Sie legen Wert auf Harmonie, brauchen eine emotionale und moralische Verbindung zu ihrer Arbeit und verabscheuten langweilige Bürokratie.

“Mediator” Persönlichkeit (INFP-A / INFP-T)

Mediatoren als Mitarbeiter

Als Mitarbeiter bevorzugen Mediatoren einen gewissen Spielraum und würden viel lieber allein oder in einem kleinen Team intensiv an einem Projekt arbeiten, als sich einfach nur sagen zu lassen, welche Aufgabe zu erledigen ist und dann zur nächsten Aufgabe überzugehen. Menschen mit dem Persönlichkeitstyp Mediator suchen keine einfache, leicht zu vergessende Arbeit, die die Rechnungen bezahlt, sie suchen nach einer sinnvollen Tätigkeit, mit der sie sich tatsächlich auseinandersetzen wollen, und es hilft ihren Vorgesetzten, die Pflichten eher nach emotionalen Verdiensten als nach kalter Rationalisierung oder geschäftlichen Erwägungen um ihrer selbst willen zu gestalten. Mediatoren würden lieber wissen, dass ihre Arbeit zur Erbringung eines Service beiträgt, an den sie glauben, als zu wissen, dass das Geschäftsergebnis um 3% gestiegen ist.

Wenn diese Kriterien zutreffen, finden Führungskräfte in Mediatoren einen äußerst engagierten und umsichtigen Mitarbeiter. Da es sich um Menschen handelt, die idealistische Möglichkeiten suchen, dürften Mediatoren für technische Aufgaben, bei denen es auf Fakten und Logik ankommt und bei denen Kritik oft unerlässlich ist, nicht immer so gut geeignet sein, aber bei menschenbezogeneren und kreativeren Tätigkeiten leisten sie hervorragende Arbeit. Während einige Typen, vor allem in der Gruppe der Analysten, auf negatives Feedback positiv reagieren und Kritik als eine Chance sehen, den gleichen Fehler nicht noch einmal zu machen, möchten Menschen mit dem Persönlichkeitstyp Mediator viel lieber erfahren, was sie richtig gemacht haben. Sie wollen sich darauf konzentrieren, was getan werden muss, und nicht darauf, was nicht getan werden darf.

Mediatoren als Kollegen

Mediatoren fühlen sich im Kreise ihrer Kollegen am wohlsten - sie haben keinerlei Interesse daran, andere zu kontrollieren, und mögen es genauso wenig, wenn sie selbst kontrolliert werden. Unter Kollegen fühlen sich Mediatoren eher zum Austausch ihrer Ideen angeregt. Sie mögen zwar eine gewisse psychologische Distanz wahren, geben sich aber alle Mühe, nett, freundlich und hilfsbereit zu sein - solange ihre Kollegen dies erwidern. Mediatoren mögen weder Konflikte noch wollen sie Partei für sie eine oder die andere Seite ergreifen. Sie setzen alles daran, Harmonie und gute Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten.

Dies hängt vor allem von einer guten Kommunikation ab, bei der Mediatoren am liebsten persönliche Gespräche führen, für den persönlichen Touch, oder schriftlich, um ihre Stellungnahmen verfassen und optimieren zu können. Menschen mit dem Persönlichkeitstyp Mediator meiden Telefone oder Handys, wenn es möglich ist, denn am Telefon sind sie distanziert und haben trotzdem nicht die Chance, ihre Antworten zu überarbeiten. Außerdem haben Mediatoren gerne das Gefühl, dass ihre Gespräche einen Sinn haben, und obwohl sie sich mehr als die meisten anderen gerne mit Philosophie beschäftigen, haben sie nur beschränkt Geduld für willkürliches hypothetisches Brainstorming oder intensive technische Fachgespräche.

Mediatoren als Vorgesetzte

Mediatoren gehören als Vorgesetzte zu denjenigen, denen man es am wenigsten anmerkt, dass sie Vorgesetzte sind - ihre egalitäre Einstellung zollt jedem Mitarbeiter Respekt, da sie lieber als Menschen miteinander kommunizieren und sich nicht als Chef v. Angestellter gegenüberstehen wollen. Menschen mit dem Persönlichkeitstyp Mediator sind flexibel, aufgeschlossen und geben ihren Mitarbeitern die notwendigen Tools, sei es durch verantwortungsbewusstes Delegieren oder indem sie einen intuitiven und empfänglichen Resonanzboden bieten, um die Beste Leistung zu erbringen. Mediatoren richten ihren Blick auf den Horizont und setzen Ziele, die ein erstrebenswertes Ergebnis ermöglichen. Sie helfen den Mitarbeitern, die unter ihnen arbeiten, dieses Ziel zu erreichen.

Dieser Ansatz hat allerdings auch eine Schattenseite, denn manchmal muss ein Chef einfach nur der Chef sein. Weil Mediatoren wissen, wie sie selbst zu Kritik stehen, zögern sie, andere der gleichen Erfahrung auszusetzen, auch wenn sie nötig ist oder die Kritik sogar willkommen ist. Wenn Mediatoren unter Stress stehen, wenn zum Beispiel jemand wirklich Anlass zur Kritik gibt, kann diese Rolle noch komplizierter werden, weil sie in solchen Situationen extrem emotional werden können. Sie zeigen es zwar möglicherweise nicht, aber es kann ihr Urteilsvermögen beeinträchtigen oder sogar dazu führen, dass sie sich auf eine Art und Weise in sich selbst zurückziehen, die ihr Team wirklich zurückhalten kann.